Vergangenheit und Zukunft....




Bild des mittelalterlichen Büren....

Bild des mittelalterlichen Büren....




"Nebelschwaden ziehen durch das Aftetal und schmiegen sich an den mächtigen
Fuß der Stadtmauer. Die strohgedeckten Dächer der Fachwerkhäuser ducken sich
tief hinter die mächtigen Mauern und Türme der Stadtbesfestigung von Büren.
Schmale Rauchfahnen entsteigen den Schornsteinen der kleinen Häuser, in denen
die Bewohner noch sanft dem ersten Morgenlicht entgegendämmern.

Da zerreißt der dröhnende Ton des Nachtwächterhorns die frühmorgendliche Stille.
"Feinde vor der Stadt! Zu den Waffen!"
Kurze Zeit später läutet die Sturmglocke vom Glockenturm der St. Nikolaus Kirche.

Überall regt sich plötzlich Leben in den engen Gassen der kleinen Stadt.
Männer mit langen Spießen und Hellebarden rennen Richtung Marktplatz.
Metallisches Klirren und aufgeregtes Rufen liegt in der Luft. Am Marktplatz hat
sich bereits eine Schar Männer mit Schwertern, Armbrusten, Hellebarden und
Spießen eingefunden. Auf ihren Köpfen eiserne Hüte und Helme, Waffen haltend,
in ledernen Handschuhen lauschen sie den Worten des Bürgermeisters, der sich
ebenfalls bewaffnet am Marktplatz unweit des Brunnens eingefunden hat und
über die Lage informiert."
Wenn die Bürener Bürger nach "Waffengeschrei" und "Glockenschlag" sich in ihren
Kriegsgewändern mit wuchtigen Hellebarden und eisernem Kopfschutz auf dem
Marktplatz von Büren einfinden mussten, war die St. Sebastian Bruderschaft
eine Kerntruppe der Stadtverteidigung und besetzte große Bereiche der Stadtmauern
und wehrhaften Türme, um die Stadt gegen
anrückende Feinde zu verteidigen.

Ab 1470 mehrten sich die Fehden, in die die Stadt Büren hineingezogen wurde
und die deren wirtschaftliches Leben mehr und mehr erstickten. Um so schwerer
fiel den Bürgern der von ihnen verlangte Dienst mit der Waffe zum Schutze des Gemeinwohls.

An diese längst vergangenen Zeiten will die historische Gruppe der St. Sebastian Bruderschaft 1490 erinnern.
In ihren mittelalterlichen Gewändern mit historischen Waffen stellen sie ein lebendiges Stück Stadtgeschichte Bürens dar.

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